„Was mache ich, wenn ein männlicher Kunde nur meinen männlichen Kollegen ansieht und anspricht aber nicht mich?“

Falls du meinen Blog schon länger liest, ahnst du es wahrscheinlich schon: Bevor wir uns mit Interaktionsstrategien beschäftigen, gehen wir in unsere mentale Grundstellung:

 

Wie mein Gegenüber mich behandelt, sagt nichts über mich, sondern sagt mir etwas über mein Gegenüber!

 

In dieser Situation ist deine mentale Grundhaltung ganz besonders wichtig. Denn Menschen sind Augentiere. Visuelle Information wird über alle anderen Informationen gewertet.

Sich in die Augen schauen ist in vielerlei Hinsicht bedeutsam.

Im Blick zu sein oder nicht, ist auch im Businesskontext entscheidend.

Wenn wir nicht beachtet werden, bedroht uns das. Das Kopfkino beginnt:

 

Bin ich nicht gut genug?

Warum werde ich nicht als relevant wahrgenommen?

Werde ich bewusst ignoriert?!

Was habe ich getan oder versäumt zu tun,  dass ich so schäbig behandelt werde etc.

 

Das ist menschlich nachvollziehbar und diagnostisch unangemessen!!

 

Denn:

 

Wie mein Gegenüber mich behandelt, sagt nichts über mich, sondern sagt mir etwas über mein Gegenüber!

 

A

Wenn du also wirklich verstehen willst, was geschieht, wähle bitte die diagnostische Premium-Variante. An dieser Stelle (eigentlich wie an allen wirklich wichtigen Stellen) meint es das Leben gut mit dir und macht es dir leicht. Denn es gibt nur einen einzigen diagnostisch sinnvollen Weg:

 

Du fragst die Person, ob es einen Grund gibt, warum ihr noch nicht kommunikativ im Kontakt gewesen seid oder ob sich dies rein zufällig ergeben hat. Denn dir sei es aufgefallen und in der Überzeugung, dass du etwas Relevantes beitragen kannst, ist es dir wichtig das zu klären.

 

CAVE! Das solltest du nicht in dem Gespräch versuchen zu klären, sondern zu einem anderen Zeitpunkt hinterher!

 

Wenn wir etwas als Problem wahrnehmen, löst das einen Lösungsdruck in uns aus.

Doch der Schlüssel muss nicht da verloren sein, wo das Licht brennt.

Viele Dinge lassen sich nicht genau da lösen, wo sie negativ auffallen.

Für eine Lösung brauchst du Handlungsleitung, damit du Ressourcen schaffen kannst. Dazu musst du dich gut vorbereiten und die potentielle Lösungssituation erlebbar! von der Problemsituation trennen!

 

P.S.1: Willst du darüber mehr wissen, dann schreibe mir: „Ressourcen schaffen!“ Und ich werde dies gerne an anderer Stelle weiter erläutern.

 

Und jetzt zu:

 

B

Hier kommt meine persönlich bevorzugte Variante, die darauf verzichtet, verstehen zu wollen, warum dein Gegenüber so handelt und stattdessen ein anderes Ziel verfolgt:

Die Situation als Chance zu nutzen, um zu zeigen, aus welchem Holz du geschnitzt bist!

 

„Vieles konnte bereits gut geklärt werden. Darüber hinaus möchte ich noch folgende Aspekte einbringen, folgendes Detail näher erläutern, darauf verweisen, dass dies und das und Jenes noch bedacht werden sollte“ Etc.

 

In anderen Worten:

 

Du begreifst:

 

dass nichts und niemand dich verunsichern kann, außer dir selbst!

 

Du klärst das Problematische für dich genau da, wo es hingehört: mit dir!

 

Dir ist bewusst, dass etwas Wichtiges nicht zu tun, leider auch ein relevantes Handeln ist

 

und deshalb beschließt du, nicht weiter innerlich hyperaktiv und äußerlich passiv zu sein, sondern wirst im Außen aktiv!

 

Du weißt, dass solche Begegnungssituationen Führungsbühnen sind. Diese betrittst du jetzt.

Und zwar ruhig, und mit hohem Selbstwert!

 

Ich persönlich sehe solche Situationen mit folgender Brille:

 

In der Hoffnung, dass es dir nutzt, muss ich dazu kurz ausholen:

Als jemand, die zeitweise immer mal wieder wenig geschlafen hat, habe ich manchmal nachts vor dem Fernseher interessante Entdeckungen gemacht – ich meine nicht den Selbsterfahrungsaspekt der Lage, sondern die ein oder andere Erkenntnis, die mich auf diesem Weg erreicht hat.

 

Here you go:

 „Heute schaff ich Tiger Joe!“

 

Das Zitat stammt aus irgendeinem abgedrehten Schwarz-Weiß-Film (ich verhalte mich jetzt nicht quellenredlich – die Germanistin in mir schüttelt missbilligend den Kopf). Ich kann mich an sonst nichts erinnern, aber das habe ich mir gemerkt:

 

Ein Boxer stellt sich vor jedem seiner Kämpfe vor den Spiegel und sagt: „Heute schaff ich Tiger Joe!“ Von einer Journalistin darauf angesprochen, dass er doch selbst Tiger Joe sei, antwortet er:

 

„Ein echter Champion will immer nur sich selbst besiegen!“

 

Ich liebe das! Ist das nicht absolut großartig und inspirierend?

 

Der wirklich Gegner sind immer wir selbst!

Immer!

 

Aber Vanessa, auch wenn es sich nicht um Missverständnisse handelt und jemand richtig fies wird?

Ja.

 

Absichtlich fies??!!!

Immer!

 

Also bitte: DU bist wie du bist wer du bist und das ist wunderbar gut so.

Du hast dir deinen Platz dort verdient.

Go for it.

 

Heute schaff ich Tiger Joe!

 

Und wenn es nicht alleine klappt?

Dann gemeinsam!

 

Wir schaffen, Tiger Joe!

Heute

und an allen anderen Tagen, wo das nötig ist!

 

  P.S.2:

Wichtig ist es mir an dieser Stelle erneut zu verankern, dass es sich hier nicht um ein Rezept handelt, sondern um ein Konzept. Wenn es dir einleuchtet, übersetze den beispielhaften Vanessa-Sprech bitte in deinen Sound.

 

P.S.3:

Und für alle, die sich das schon seit der Überschrift fragen: Klar hat das einen gewissen Geschmack, wenn ein männlicher Kunde das männliche Gegenüber anspricht und nicht die weibliche Expertin, die ebenfalls mit von der Partie ist.

Und Recht haben und Gewinnen sind zwei sehr unterschiedliche Dinge. Wenn du einen Menschen für dich gewinnen möchtest, bedeutet das in den alleralleraller…meisten Fällen, auf Recht haben zu verzichten. Was soll es also bringen darauf zu verweisen?

 

Entweder du triffst den Punkt, was mit einem Gesichtsverlust deines Gegenübers einhergeht. → Das kostet Vertrauen, eure Beziehung hat keinerlei Ressourcen.

 

Oder du tust ihm Unrecht, was verletzt und ebenfalls Vertrauen kostet, eure Beziehung hat keinerlei Ressourcen.

 

Ohne Ressourcen kannst du gar nichts tun.

 

Du kannst das für dich reflektieren, du wirst sowieso erst die Wahrheit deines Gegenübers erfahren, wenn ihr Vertrauen zueinander aufgebaut habt.

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